»Ich bin wirklich begeistert! Es ist ein Fundament gelungen, auf dem man noch lange aufbauen kann und wird. Den Studierenden habe ich den Band dringend empfohlen, nicht nur für's Examen, sondern auch für die Referendarzeit.«
Kunibert Bering, Kunstakademie Düsseldorf
 
»Ich bin sicher, dass viele Beiträge wirkliche Basistexte für die kommenden Jahre sein werden.«
Klaus-Peter Busse, Universität Dortmund

 

»Eine BIBEL DER KUNSTPÄDAGOGIK  – so wird diese 700-seitige (!) Veröffentlichung in

Fachkreisen genannt. Kunstpädagogen waren und sind noch immer schreib- und streitfreudig bis zu

abgehobenen Überbaudiskussionen ganz eigener Art. Das hat Tradition seit der „Kunsterzieherbewe-

gung“ um 1900 im Rahmen der zweitgleichen Reformbewegung in Jugendarbeit und Pädagogik.«

Wolfgang Zacharias, München

 

 

 
Kunstpädagogik im Projekt der allgemeinen Bildung

Johannes Kirschenmann/Frank Schulz/Hubert Sowa (Hg.)

Band 7 der Schriftenreihe Kontext Kunstpädagogik, München 2006, 703 Seiten ISBN-10 3-938028-67-X ISBN-13 978-3-938028-67-X
24,80 €

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Eine Rezension von Werner Stehr
Eine Rezension von Martin Oswald

 

Wo steht die Kunstpädagogik? Was sind die Diskussionsfelder? Zwischen den großen kunstpädagogischen Kongressen in Leipzig (2005) und Dortmund (2007) breiten über 60 namhafte Fachvertreterinnen und -vertreter aus Hochschule und Schule sowie dem außerschulischen Bereich die aktuellen Facetten des Bildungsdiskurses in der Kunstpädagogik aus.

Im Zentrum steht die Frage nach der Bildungsfunktion der Kunstpädagogik und deren unterschiedliche Begründungen zwischen dem Pol einer auf das Subjekt zielenden Bildungsidee und den poststrukturalistischen Subjektkonzepten als dem anderen Pol. Dabei treten die Debatte um Bildungsstandards, grundsätzliche Bildungsziele des Faches, die Rolle der Medien oder tradierte Fachthemen wie Kinder- und Jugendzeichnung auf die Bühne einer lebendigen, anschaulichen und auch kontroversen Auseinandersetzung.

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Einleitung
Frank Schulz: Kunst macht Schule!? Bewegungen im Spannungsfeld von kunstpädagogischer Theorie und Praxis


1. KUNSTPÄDAGOGIK UND ALLGEMEINBILDUNG

Basistext | Clemens Höxter: It’s not the economy, stupid!

1.1. Grundlagen und Bezugsfelder
1.1.1. Johannes Kirschenmann: Wider das Ideal ästhetischer Autonomie.Zum kunstpädagogischen Bildungsanspruch
1.1.2. Hans Dieter Huber: Das Gedächtnis der Hand
1.1.3. Michael Schacht/Georg Peez: »Wir sind haptisch, emotional undvisuell-anschaulich orientierte Menschen«. Im Gespräch mit dem Philosophen Klaus Mainzer über Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Gehirn und Computer
1.1.4. Alexander Glas: Bild – Wort – Text. Oder das Paradigma des Pingpong
1.1.5. Barbara Wichelhaus: Kunst und Sprache – Bilder im Kunstunterricht
1.1.6. Constanze Kirchner: Kinderzeichnung im Wandel
1.1.7. Sara Hornäk: Zur Kunstgeschichte als Bezugsfeld der Kunstpädagogik.Der Stellenwert der Kunst, ihrer Geschichte und ihrer Theorieinnerhalb der ästhetischen Bildung
1.1.8. Klaus Sachs-Hombach: Ästhetische Bildung und Visuelle Medien
1.1.9. Iwan Pasuchin: Intermediale künstlerische Bildung

1.2. Reflexion und Kritik
1.2.1. Georg Peez: Gegen Grenzen. Bilder von Grenzen, Grenzerkundungen und Grenzüberwindungen in unterschiedlichen Verwendungskontexten
1.2.2. Klaus-Ove Kahrmann: KLEINE ÄFFCHEN. Hartmut von Hentig, die Bielefelder Laborschule, PISA und die Misere der ästhetischen Erziehung
1.2.3. Karl-Josef Pazzini: Medien, Väter, Lehrer – Vom Verschwinden und der Rücksicht auf Darstellbarkeit. Eine Skizze
1.2.4. Wolfgang Zacharias: Kunst- und kulturpädagogische Pluralisierungstendenzen. Kulturelle Bildung und Kunstpädagogik: Erweiterte politische Verhältnisse
1.2.5. Constanze Kirchner: Kind oder Kunst. Annotationen zu aktuellenForschungsaspekten
1.2.6. Steffen Wachter: Historische internationale Kinderzeichnungen im Vergleich. Zum Einfluss von Lebenswelt am Beispiel von Mädchen- und Frauendarstellungen


2. ALLGEMEINBILDENDE SCHULE

Basistext | Hubert Sowa: Ästhetische Vision und Sinn für das Tunliche: Kunstpädagogik im real existierenden Bildungssystem

2.1. Kompetenzen
2.1.1. Kunibert Bering: Visuelle Kompetenz. Kunst und die Orientierung in kulturellen Kontexten
2.1.2. Rolf Niehoff: Bildkompetenz. Begriffsklärung, Diskussionsstand und Probleme
2.1.3. Alexander Glas: Bildkompetenz und Sprachkompetenz. Begriffs- und Sprachbildung durch Aisthesis
2.1.4. Alexander Glas/Hubert Sowa: Gestaltungskompetenz. Begriffsklärung und Beispielfelder
2.1.5. Ines Seumel: Rezeptionskompetenz. Die Kunst des Kunstaufnehmens erlernen

2.2. Standards
2.2.1. Rainer Wenrich: »Standards« in der Bildung. Problemlage und Begriffsdiskussion
2.2.2. Dietrich Grünewald/Hubert Sowa: Künstlerische Basiskompetenzen und ästhetisches Surplus. Zum Problem der Standardisierung von künstlerisch-ästhetischer Bildung
2.2.3. Martin Zülch/Martin Pfeiffer: Qualitätssiegel für ein sperriges Fach?Über institutionalisierte Standards und ihre möglichen Auswirkungenauf den Kunstunterricht
2.2.4. Günther Regel: Die Kunst ist nur ein Weg … Überlegungen zu den Bildungsstandards im Fach Kunst

2.3. Bildungspläne
2.3.1. Alexander Glas/Hubert Sowa: Kunstpädagogischer Individualismus und didaktische Norm. Beispiele als Bezugspunkte der Bildungs-diskussion
2.3.2. Manfred Behr: Beispiel Berlin: Die neuen Berliner Bildungspläne
2.3.3. Franz Billmayer: Beispiel Schweden: Standards im Fach »Bild«
2.3.4. Hubert Sowa: Materiale Normierung von kunstpädagogischenGegenstandsfeldern. Beispiele aus Bildungsplänen


3. LEHRERBILDUNG

Basistext | Frank Schulz: Kunstgemäßheit und Schulbezug. Orientierungsgrößen der kunstpädagogischen Ausbildung

3.1. Grundfragen
3.1.1. Andrea Dreyer: Kunstpädagogik, Kunstdidaktik und Lehrer-professionalität
3.1.2. Mario Urlaß: Brückenschläge zwischen Schule und Hochschule. Schnittmengen von Studium und Berufsfeld
3.1.3. Klaus-Peter Busse: Forschungsbasierte und künstlerische Lernkulturen. Kunstpädagogisches Handeln zwischen Hochschule und Schule

3.2. Studiengänge
3.2.1. Klaus-Ove Kahrmann: METAMORPHOSE. Anmerkungen zu modularisierten Studiengängen im Fach Kunst
3.2.2. Bettina Uhlig: Hochschulreform und die Veränderung der Ausbildungssituation für die Kunstpädagogik
3.2.3. Carl-Peter Buschkühle: Kunstpädagogik – Modularisierung eines »studium generale«?

3.3. Studienseminare
3.3.1. Fritz Seydel: Zwischen Schule und Hochschule
3.3.2. Christine Heil/Fritz Seydel: Bewegung in einem erstaunlich großen Raum


4. GANZTAGSSCHULE – ZWISCHEN SCHULZEIT UND FREIZEIT

Basistext | Wolfgang Legler: Perspektiven für neue Kooperations-formen von Kunst- und Kulturpädagogik in der Ganztagesschule

4.1. Wolfgang Zacharias: Pluralität, Balancen, Wechselwirkungen und Konvergenz. Lernen, Bilden und Gestalten im Rahmen einer »Kultur des Aufwachsens«

4.2. Barbara Wichelhaus: »Kunsttherapie« – ein Sonderfall in schulischen und außerschulischen Anwendungsfeldern

4.3. Natalie Moritz: Das Burg-Gymnasium Wettin. Eine Ganztagesschule mit dem Schwerpunkt Bildende Kunst

4.4. Ute Eidson: Erfahrungen mit der Kooperation eines Jugendkultur-zentrums und einer Schule

4.5. Sabine Fett: »animato« – ein Kunst-Schul-Projekt mit Neuen Medien in Niedersachsen. Fazit eines Lernprozesses

4.6. Hans-Georg Mehlhorn: Ganztagsschulische Bildung im System der Kreativitätspädagogik


5. KUNST- UND KULTURPÄDAGOGIK IN ERWEITERTEM RAHMEN: STRATEGIEN UND NETZWERKE


Basistext | Alexander Wenzlik/Wolfgang Zacharias: Kulturell-künstlerische Bildung in der Stadt

5.1. Eva Sturm: Räume herstellen. Von der Kunst und vom Politischen

5.2. Carmen Mörsch/Ute Pinkert: Transformative Wirkung künstlerischer Strategien in sozialen Feldern: Ein historischer Rückblick und die Ankündigung eines Forschungsprojekts

5.3. Ines Seumel: Der Bachelor-Studiengang für außerschulische Kunstpädagogik an der Universität Leipzig

5.4. Peter Kamp/Lutz Lienke: Bildung in Bewegung


6. KUNSTPÄDAGOGIK UND NEUE MEDIEN

Basistext | Johannes Kirschenmann: Subjektbildung und Medienspieleim Möglichkeitsraum

6.1. Lehren und Lernen mit digitalen Medien
6.1.1. Michael Grauer: Neue Medien – Pädagogische Reflexe und kunst-historische Korrekturen
6.1.2. Hans-Jürgen Boysen-Stern: Ästhetische Erfahrungen mit dem Computer
6.1.3. Alfred Czech: Auf der Suche nach den berühmten Gesichtern.Digitaler und analoger Umgang mit Datenbankinhalten der »Ikonothek«
6.1.4. Ernst Wagner: Medienarbeit nach der digitalen Revolution?Das Beispiel »schule@museum«
6.1.5. Katja Weber: Blended Learning in der Kunstpädagogik

6.2. Kunstpädagogik im Neuen Medium
6.2.1. Torsten Meyer: Im Neuen Medium. Kunstpädagogik 2.0
6.2.2. Ulrich Schötker: Kunst Pop Masse Medien
6.2.3 Katja Gries: Von der »transversalen Vernunft« zu einem »Fach fürSchnittstellen«
6.2.4. Johannes M. Hedinger: Mocmoc. Kann man Mythen fälschen?
6.2.5. Johannes M. Hedinger/Torsten Meyer: Der Journalist als Pinsel
6.2.6. Andrea Sabisch: web.log
6.2.7. Stephan Münte-Goussar: Lebenskunst im Neuen Medium. Oder vonder Mühsal, man selbst zu sein
6.2.8. Torsten Meyer: Medieninduzierte Wissensformationen. »Neue Medien« in der Kunst-, Medien- und Kulturgeschichte
6.2.9. Tanja Wetzel: Mythen, Macht und Medien im Zeitalter ihrer globalen Reproduzierbarkeit. Star Wars als Modellfall einer Kulturwissenschaft der Medien in der Kunstpädagogik
6.2.10. Michael Scheibel: Ästhetische Kommunikation entwickelt Hochschul- und Schulkultur
6.2.11. Marc Fritzsche: Der Scanman: Kontaktabzüge der Realität


7. Anhang

7.1.Personenregister

7.2.Kurzbiografien aller Autorinnen und Autoren