Ästhetisches Verhalten von Grundschulkindern
Oliver M. Reuter

Schriftenreihe Kontext Kunstpädagogik
Band 14, München 2007, 297 Seiten ISBN-10 3-86736-114-2 ISBN-13 978-3-86736-114-9
18,80 €


 

 
Kinder experimentieren gerne und aus eigenem Antrieb mit Material. Dieses Buch beschreibt die Grundlagen kindlichen Experimentierens. Experimentieren wird als ein Phänomen ästhetischen Verhaltens charakterisiert, welches eine genuin anthropologisch feststehende Handlungs- und Reflexionsform ist. Vor allen Dingen über den Gewinn haptischer und kinästhetischer Erfahrungen können durch das Experimentieren Wahrnehmungs- und Erkenntnisstrukturen aufgebaut werden, die die kindliche Entwicklung positiv beeinflussen.

Nach theoretischer und empirischer Untersuchung ist das Experimentieren als Motor für ästhetische Erfahrung zu sehen. Modi und Funktionen des Experimentierens werden dargestellt, mögliche Motivationen und bestehende Zusammenhänge mit Problemlöseprozessen aufgezeigt.

Dieses Buch ist ein Plädoyer für das Experimentieren von Kindern.

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Vorwort von Constanze Kirchner

Einleitung

I. Grundlagen des Experimentierens mit Material von Kindern im Grundschulalter

1. Experimentieren: Forschungsinteresse, Begriffsbestimmung, Forschungsbedarf

1.1 Forschungsstand zum Experimentieren
1.1.1 Experimentieren aus kunstpädagogischer Sicht
1.1.2 Pädagogische Bezugspunkte
1.2 Gegenwärtiger Forschungsstand und Präzisierung des Forschungsvorhabens

2. Veränderte Kindheit: Medienkonsum und Freizeitgestaltung

2.1 Kindliche Eigentätigkeit
2.1.1 Kindliche Eigentätigkeit und Mediengebrauch
2.1.2 Kindliche Eigentätigkeit und Spielzeug
2.1.3 Konsequenzen reduzierter Eigentätigkeit
2.2 Fazit

3. Motivation: Neugier und Interesse

3.1 Neugiermotiviertes Verhalten
3.1.1 Neugier
3.1.2 Definition und Ablauf explorativer Prozesse
3.1.3 Exkurs: Abgrenzung von Exploration und Spiel
3.1.4 Problemlöseprozesse im Kontext von Neugier und Exploration
3.1.5 Fazit
3.2 Interesse
3.2.1 Der Valenzbegriff
3.2.2 Frühformen von Interesse
3.2.3 Ausbildung des Selbstkonzepts über die Bildung und Variation von Interesse
3.3 Fazit: Interesse und Neugier als Motivation des Experimentierens

4. Wahrnehmungsaspekte

4.1 Wahrnehmungsprozesse
4.1.1 Das visuelle System
4.1.1.1 Theorien zur visuellen Objektidentifikation
4.1.1.2 Die Rolle der Motorik bei der visuellen Wahrnehmung
4.1.2 Wahrnehmung über die Haut als Teil der Somatosensorik
4.1.2.1 Die Funktion des aktiven Subjekts
4.1.2.2 Zusammenhänge von Haptik und visueller Wahrnehmung
4.2 Funktionen der Wahrnehmung
4.2.1 Die Ausbildung von Selbstwahrnehmung und Körperschemata
4.2.2 Die Ausbildung von Körperschemata
4.2.3 Die Ausbildung von Repräsentationen
4.2.4 Fazit zu den Funktionen der Wahrnehmung
4.3 Zusammenfassung: Aspekte der Wahrnehmung beim Experimentieren
4.4 Konsequenzen

5. Material

5.1 Der Materialbegriff
5.1.1 Konkretes, greifbares Material
5.1.2 Erweiterter Materialbegriff
5.1.3 Der Materialbegriff der vorliegenden Studie
5.2 Handeln mit Material
5.2.1 Unkonventionelles Handeln mit Material
5.2.2 Exkurs: Materialgerechtigkeit
5.2.3 Besondere Relevanz des Handelns mit Material
5.3 Funktionen des Materials
5.4 Zusammenfassung: Material

6. Ästhetisches Verhalten

6.1 Begriffsklärung ›Verhalten‹
6.2 Ästhetisches Verhalten als Begriff in der Kunstpädagogik
6.3 Begriffsklärung nach Martin Seel
6.3.1 Ästhetische Wahrnehmung
6.3.2 Ästhetisches Objekt
6.3.3 Erfahrung
6.3.4 Ästhetische Erfahrung
6.3.5 Ästhetisches Verhalten
6.4 Formen ästhetischen Verhaltens
6.4.1 Spiel
6.4.1.1 Das Verhältnis von Spiel zu Experiment
6.4.1.2 Spiel versus ästhetisches Verhalten, eine Abgrenzung
6.4.2 Performatives Handeln
6.4.2.1 Wesentliche Elemente performativen Handelns
6.4.2.2 Performance versus Spiel, eine Abgrenzung
6.4.3 Formen und Plastizieren, Bauen und Konstruieren
6.4.3.1 Formen und Plastizieren
6.4.3.2 Bauen und Konstruieren
6.5 Resultate: Ästhetisches Verhalten


II. Empirische Untersuchung zum Experimentieren mit Material von Kindern im Grundschulalter

1. Orientierungspunkte im Untersuchungsfeld

2. Methodologische Überlegungen

2.1 Qualitatives Forschungsdesign
2.2 Die Instrumente zur Datenerhebung
2.3 Datenaufbereitung
2.4 Die Datenauswertung

3. Setting und methodische Konkretisierung der empirischen Untersuchung

3.1 Situative Bedingungen
3.2 Konkretisierung der Datenerhebung
3.3 Hinweise zur Datenaufbereitung und Auswertung

4. Auswertung: Kurzfassung

4.1 Gesamtverlauf
4.2 Von der Produktorientierung zur Prozessorientierung
4.3 Anfangsphase
4.4 Prozessorientierte Handlungen: Formen des Experimentierens
4.4.1 Resultate der Analysen
4.4.1.1 Experimentieren mit Material
4.4.1.2 Experimentieren mit Material und Werkzeug
4.4.1.3 Experimentieren mit Werkzeug
4.4.1.4 Performatives Experimentieren
4.4.2 Zusammenfassung
4.5 Analyse des Experimentierens als Motor für ästhetische Erfahrung und als eine Form ästhetischen Verhaltens
4.5.1. Experimentieren als Motor für ästhetische Erfahrung
4.5.2 Experimentieren als Form ästhetischen Verhaltens

5. Das Experimentieren mit Material von Kindern: Resultate dieser Studie

5.1 Experimentieren
5.2 Motivationen
5.3 Funktionen des Experimentierens
5.4 Körper und Raum im Experimentierprozess
5.5 Experimentieren: Ästhetisches Verhalten und ästhetische Erfahrung
5.6 Experimentieren im Kontext von Exploration
5.7 Experimentieren im Kontext von Spiel

6. Kunstdidaktische Konsequenzen

6.1 Experimentieren im Unterricht
6.2 Erprobte Beispiele aus dem Unterricht