Ästhetische Bildung und Erziehung in der Schule


Eine ideengeschichtliche Untersuchung von Pestalozzi bis zur Kunsterziehungsbewegung

Helene Skladny

Schriftenreihe Kontext Kunstpädagogik
Band 22, München 2009, 310 Seiten ISBN-10 3-86736-122-3 ISBN-13 978-3-86736-122-4
18,80 €

Eine Rezension zum Band in KUNST+UNTERRICHT

Eine Rezension zum Band in den BDK-Mitteilungen

 

bestellen bei amazon

Aufblühende und untergehende Konzeptionen, Brüche, Lossagungen, Paradigmenwechsel – die Fachdidaktik der Kunstpädagogik irritiert. Was daran liegen könnte, dass ihr Diskurs weitgehend geschichtslos geführt wird.
Für das 19. Jahrhundert und die Reformbewegung am Beginn des 20. Jahrhunderts werden in dieser Studie Konzeptionen daraufhin befragt, wie sie ihr Fach begründen: Was macht das Zeichnen und die Beschäftigung mit Kunst zu erziehungs- und bildungsrelevanten schulischen Unterrichtsinhalten?
Mit dieser Arbeit wird eine quellenkritische Aufarbeitung der Geschichte des Kunstunterrichts von Pestalozzi bis zur Kunsterziehungsbewegung unternommen, um von dort aus heutige Fragen ästhetischer Bildung und Erziehung neu in den Blick zu nehmen.

Einleitung


I. Der Zeichenunterricht im 19. Jahrhundert

1 Grundsätzliches

2 »Historische Kunstpädagogik« und »Vergleichende Kunstpädagogik«

3 Anfänge schulischen Zeichenunterrichts im 19. Jahrhundert bei Johann Heinrich Pestalozzi

4 Auf neuen Wegen: Der Pestalozzischüler Joseph Schmid und die »Schönheitsformen«

Exkurs: Die Entdeckung der Ästhetik als unverzichtbarer Bestandteil von Bildung und Erziehung bei Alexander G. Baumgarten und Friedrich Schiller

5 Auf neuen Wegen: Der Pestalozzischüler Johannes Ramsauer und die »Gestaltlehre«

6 Frühe Formen »synkretistischer« Zeichenunterrichtskonzeptionen am Beispiel von C. L. F. Stein

7 Peter Schmids Naturzeichenmethode

8 Der Einfluss der künstlerischen Zeichnung auf die frühen schulischen Zeichenkonzeptionen des 19. Jahrhunderts

9 Die »Monatsblätter zur Förderung des Zeichenunterrichts« und der Methodenstreit

10 Johann Friedrich Herbart: Trigonometrie und Ästhetik

Zwischenbilanz: Begründungsstrukturen für den Zeichenunterricht in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts

11 Herbartianismus

12 Friedrich Fröbel: Zeichenunterricht als geometrischer Symbolismus

13 Adolf Stuhlmann: Zeichenunterricht für Volks-, Mittel- und Gewerbeschulen


II. Zur Geschichte der Kunsterziehungsbewegung

1 Die Kunsterziehungsbewegung und die Entdeckung des schöpferischen Kindes

2 Vermittlungsversuche: Zeichenunterricht des 19. Jahrhunderts und Ansätze der Reformbewegung bei Theodor Wunderlich

3 Die Kunsterziehungsbewegung und empirische Untersuchungen zum ästhetischen Verhalten von Kindern

4 Alfred Lichtwark und die Werkbetrachtung

5 Carl Götze und die Hamburger Reformbewegung

6 Konrad Lange: Illusionstheorie und der Einfluss der psychologischen Ästhetik

Exkurs: Der Einfluss der Philosophie Friedrich Nietzsches auf die Kunsterziehungsbewegung

7 Gustav Hartlaub und der »Genius im Kinde«

8 George H. Mead und John Dewey: Der Begriff der »Ästhetischen Erfahrung«


III. Zur Frage nach den Zielen ästhetischer Bildung und Erziehung

1 Der Bruch mit dem Zeichenunterricht des 19. Jahrhunderts

2 Chancen und Probleme der Kunsterziehungsbewegung

3 Eine notwendige Präzisierung: Gustav Hartlaubs kritisches Erbe

4 Wieder auf der Leiter


Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis