SoSe 2020 Lehrangebote der Fachdidaktik im Studiengang Kunstpädagogik
(Bitte beachten Sie auch die Angebote der Kunstwissenschaft, der Ästhetischen Theorie und der Medienpädagogik etc.)

Prof. Dr. Johannes Kirschenmann
wissenschaftliche Mitarbeiterin Ann-Jasmin Ullrich

Raum E.EG.18, Akademiestr. 4
Kontakt Telefon +49/89/38 52-135 / kirschenmann@adbk.mhn.de


Geschichte und Aktualität fachdidaktischer Positionen (B.09.09)
Vorlesung mit Seminar (nicht nur) für Examenskandidaten/innen
Prof. Dr. Johannes Kirschenmann
Zeit: Donnerstag 10.00–12.00 Uhr, anschließend, 12:00-13:00Uhr, Kolloquium für ausgewählte Fragen nach Lektüre (Beginn: 24.04.2020)
Kontakt: kirschenmann@adbk.mhn.de

Die Geschichte der Fachdidaktik (in bildungsphilosophischer Perspektive) reicht zurück bis zu Schillers Briefen zur Ästhetischen Erziehung, über das 19. Jahrhundert zu den dann komplexeren Konzepten in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Ausführlich werden die gegenwärtigen Konzepte erörtert. Diese Vorlesung dient auch der Vorbereitung der Modulprüfung „Grundlagen der Kunstpädagogik und Fachdidaktik Kunst II“.



Ich – Selbstbildnisse von der Re­nais­sance bis zu den Selfies im Dispositiv des Digitalen (B.03.09, auch MA-B2 und MA-B4)
Seminar
Prof. Dr. Johannes Kirschenmann
Zeit Mittwoch 10.00–12.00 Uhr, Beginn: 22.04.2020
Kontakt/Anmeldung kirschenmann@adbk.mhn.de


Das Selbst­bild­nis spielt spätestens seit der Re­nais­sance als Inszenierung in der sozialen Kommunikation eine große Rolle. Im Seminar wird den historischen Etappen von Dürer über Rem­brandt bis zum Selfie nachgegangen. Dabei geht es um die Frage, welche Bildungschancen der Kunstunterricht über das Porträt hat, um Fragen zur Identität im Dispositiv des Digitalen mit Jugendlichen zu erörtern.

Mit Bezug zur legendären Ausstellung "Ich bin hier!" stehen in der historischen Rückschau die frühe Selbst­ver­ge­wis­se­rung des Künst­lers in der Re­nais­sance, die ful­mi­nan­te Zur­schau­stel­lun­gen im Ba­rock, die emp­find­sa­me Sub­jek­ti­vi­tät in den Bildern der Ro­man­tik, die zu­neh­mend scho­nungs­lo­se Sicht auf das Selbst in der Mo­der­ne und schließ­lich die ob­ses­si­ve Be­fra­gung des Ich in den jün­ge­ren Me­di­en Fo­to­gra­fie und Video im Zentrum. In einem zweiten Abschnitt werden Aspekte des heutigen Selfies im Dispositiv des Digitalen analysiert.

In einem dritten Abschnitt werden Optionen des Kunstunterrichts entwickelt.
Das Seminar eignet besonders für die Anfertigung der fachdidaktischen Hausarbeit.


Fachdidaktisches Seminar zum studienbegleitenden Praktikum (Modul B.02.09)
Prof. Dr. Johannes Kirschenmann
Raum E.EG 18
Zeit: Dienstag, 14:00-16:00 Uhr; Beginn: 21. 04.2020
Kontakt: kirschenmann@adbk.mhn.de

Im Seminar steht der Kunstunterricht, wie er im Praktikum erfahren wird, im Zentrum. Beobachtungen und eigene Unterrichtserprobungen werden im Hinblick auf eine fachdidaktische Systematik (z. B. Methoden, Bewertung, Aufgabenstellungen) wie schulische Bedingungen (z. B. Lehrplan, Lehrerbeurteilung) diskutiert.
Punktuell wird auch Unterricht vor Ort in den Schulen besprochen und beraten. Dazwischen werden reflexive Inputs zu Schule und Bildung erörtert.


Kunst unterrichten: Vermittlung planen und erproben: (schulische) Vermittlung planen und vorbereiten (KP B.04.09)

Clemens Höxter (Lehrbeauftragter)

Fr (19.06.2020), 14:00 bis 19:00, Seminarraum E.EG.22     
Sa (20.06.2020), 10:00 bis 17:00, Seminarraum E.EG.22                       
Fr (03.07.2020), 14:00 bis 19:00, Vortragsraum E.O1.23                       
Sa (04.07.2020), 10:00 bis 17:00, Vortragsraum E.O1.23  

Aus den langjährigen Erfahrungen in der Ausbildung von Referendaren im Fach Kunst werden im Blockseminar die Grundlagen einer Unterrichtsplanung vorgestellt und an Beispielen zu den curricularen Feldern erörtert. Zwischen dem ersten und zweiten Blocktermin arbeiten die Studierenden unter der Betreuung von Prof. Kirschenmann Unterrichtseinheiten aus, die im zweiten Block gemeinsam beraten werden und anschließend mit Materialien etc. als konkrete Unterrichtshilfe (z. B. auf DVD) allen Seminarteilnehmern/innen zur Verfügung stehen. Das Seminar richtet sich besonders an „Quereinsteiger“.


Werkanalyse I (B.10.09)
Jan Lauerbach (Lehrbeauftragter)
Begrenzte Teilnehmerzahl 12
Zeit: Freitag 10.00–12.00 Uhr, Beginn: 24.04.2020
Kontakt/Anmeldung janlauerbach@yahoo.de

Das Seminar versteht sich als Grundlegung. Zunächst gilt es, essentielle Aspekte der Werkanalyse anhand geeigneter Beispiele einzuüben. Anschließend werden solche vereinzelten Momente, im Sinne einer zunehmenden Systematisierung, mit kunstwissenschaftlichen Anleihen in Verbindung gebracht - wie z.B. Strukturanalyse, Rezeptionstheorie, Ikonografie, Ikonologie oder Produktionstheorie.

Einen besonderen Stellenwert nimmt dabei auch eine, zur Erkenntnis führende, bildnerische Auseinandersetzung mit dem zu analysierenden Werk ein. Diese besteht vorwiegend im Anfertigen zeichnerischer und malerischer Studien, auch fotografische Aufnahmen können sich dafür eignen (v.a. im Falle öffentlicher Kunst).

Die Lektüre exemplarischer Texte sowie schriftliche Übungen im Beschreiben und Analysieren runden die Grundlegung ab.

Um die Auseinandersetzung mit dem Original zu ermöglichen, liegt ein gewisser Schwerpunkt im Sommersemester auf Objekten im Freiraum sowie bei Architektur und Städtebau. Dabei soll ein breites Spektrum verschiedener Gestaltungsweisen - bedingt durch Epochen, örtliche Spezifika oder Bestimmung - berücksichtigt werden.


Werkanalyse II (B.08.09)
Dr. Ernst Wagner (Lehrbeauftragter)
Zeit: Mittwoch 10.30–12.00 Uhr, Beginn: 22.04.2020
Kontakt/Anmeldung wagner@adbk.mhn.de

Aufbauend auf den Fähigkeiten und Kenntnissen, die im Seminar Werkanalyse I erworben wurden, wird die dort erarbeitete Methodologie in verschiedenen Feldern der visuellen Kultur erprobt, eingeübt und an die jeweiligen Herausforderungen angepasst. Ziel ist es, dass am Ende des Seminars alle Studierenden über das methodische Repertoire verfügen, einen sinnvollen Zugang zu bildnerischen Objekten zu finden, diese adäquat zu erschließen, und begründete Interpretationen im Kontext aktueller Diskurse zu formulieren. Dies gilt vor allem im Hinblick auf eine spätere schulische oder auch außerschulische Vermittlungspraxis. In diesem Sinne können Studierende ihre Kompetenzen in Lehrgesprächen über selbstgewählte Bildbeispiele im Rahmen des Seminars führen. Auch die Auseinandersetzung mit einschlägigen Lehrbüchern für das Gymnasium bietet sich hierfür an.  


Globalisierung. Transkulturalität – Ansätze und Methoden in der Kunst (Modul B.03.09 und B.04.09, auch Modul MA-B2 und MA-B4)
Dr. Ernst Wagner (Lehrbeauftragter)
Zeit: Mittwoch 13.00–15.00 Uhr, Beginn: 22.04.2020
Kontakt: wagner@adbk.mhn.de 

Das Seminar verortet sich im Kontext der Internationalisierung in Forschung und Lehre. Wir nutzen in diesem Semester die Chance, von der Hochschule der Künste Hubei (
湖北美术学院), der ältesten Kunsthochschule in China, zu einer Kooperation eingeladen zu sein. Studierende der Akademie und Studierende der Hochschule Hubei arbeiten in Tandems drei Monate lang künstlerisch zusammen. Die Kooperation erfolgt online. Die Ergebnisse dieser Zusammenarbeit werden dann zu einer Studio-Ausstellung unter dem Titel „transitions – transmissions – transformations / models of artistic collaboration“ zusammengeführt. Diese Ausstellung wird anlässlich des deutsch-chinesischen Symposiums „Teaching Art … Now“ am Abend des 27. Oktober 2020 in der Galerie Super+Centercourt München eröffnet. (Ein Testlauf ist im Rahmen der Präsentation der Quereinsteigerklasse [Sabrina Grünauer] bei der Jahresausstellung im Juli geplant.)

Ziel des Projekts ist es, in der Zusammenarbeit über kulturelle Grenzen hinweg gemeinsame Erfahrungen zu machen, diese zu reflektieren und daraus Kompetenzen für eine Kunstvermittlung in einer globalisierten Welt zu erwerben. Wie wird Kunst verstanden? Wie wird künstlerisches Arbeiten verstanden? Wie wird Kunst vermitteln verstanden?

Das Seminar begleitet diese Prozesse, um Kenntnisse über chinesische Traditionen, verschiedene Verständnisse und kulturelle Bedingungen zu klären sowie die in der künstlerischen Praxis gemachten Erfahrungen zu reflektieren. In diesem Seminar werden auch die Prozesse dokumentiert, sowie die Ausstellung und Kataloggestaltung vorbereitet.

Sollte – wider Erwarten – die Zusammenarbeit mit den chinesischen Partner nicht zustande kommen, ist die Zusammenarbeit mit Hochschulen in Ghana und/oder Kamerun geplant.


 Mit Schülern durch die Jahresausstellung (B.04.09, B.10.09)
Ann-Jasmin Ullrich M.A.
Zeit: Dienstag 10-12.30 Uhr  

Vermitteln, aber was, wo, wem und wie? Im Seminar erarbeiten wird ein Schulklassenprogramm zur Jahresausstellung am Ende des Semesters. Dazu besuchen wir verschiedene Ausstellungen in München, in denen wir museumspädagogische Methoden und verschiedene Vermittlungsstile erproben - Monolog, Dialog oder einfach ohne Worte? Was für Schulklassenprogramme gibt es den Museen und welche Herangehensweisen zeigen sich? Nach verschiedenen Einblicken in die Praxis, erarbeiten wir selber ein Schulklassenprogramm für die Jahresausstellung. Dieses führt Ihr dann in der Ausstellungswoche mit verschiedensten Schülergruppen selbstständig durch – heißt, ihr solltet zwischen 20.-24. Juli viel Zeit haben. (Führung gegen Aufwandsentschädigung)  


Ästhetisches Verhalten von Kindern und Jugendlichen (B.03.09)
Katharina Swider (Lehrbeauftragte)
Zeit: Mittwoch, 18.00 - 19.30 Uhr (erste Sitzung am 22.04.2020)

Im Seminar werden Grundlagen ästhetischen Verhaltens von Kindern und Jugendlichen an vielfältigen Bild- und Videomaterial erarbeitet und anhand von Fallbeispielen vertieft, da das Wissen um das ästhetische Verhalten von Kindern und Jugendlichen eine der grundlegenden Voraussetzungen kunstpädagogischen Handelns ist. Merkmale der Jugendzeichnung sowie das breite Spektrum des jugendkulturellen Ausdrucks stehen im Mittelpunkt der Veranstaltung und werden durch vielfältige Zugänge zum Thema erarbeitet.


Umwelt und Produktgestaltung  (B.06.09 / MA-3-B.06.09)
Dr. Severin Zebhauser (Lehrbeauftragter)
Kontakt severin.zebhauser@gmx.de

-    15.5. 14-19 Uhr

-    16.5. 10-17 Uhr

-    24.6. 17-20 Uhr

-    25.6. 17-20 Uhr

-    26.6. 14-19 Uhr

Es werden Grundlagen der Designtheorie (Begriff, Bewertungskriterien, Produktsprache, Fiktionsdimension, Methodologie, Analyse und Interpretation) und deren Verwendung in der Schule erarbeitet und vermittelt. Die didaktischen Möglichkeiten werden auch bei einem Ausstellungsbesuch erörtert. Im Rahmen des Kurses wird entweder ein Objekt im Bereich „Stadtmobiliar“ entworfen und gebaut oder ein Projekt im Bereich Speculative Design geplant.

Medien/Kunst/Geschichte /  Blockseminar (Modul C.01.09)
Katrin Kaschadt, M. A. (Lehrbeauftragte)
Anmeldung über Studienportal
Kontakt:  katrin.kaschadt@gmx.de

Termine:

-          8.5.       13.30-16.00 Uhr

-          15.5.    10.00-16.00 Uhr

-          19.6. .  10.00-16.00 Uhr

-          20.6. .  10.00-16.00 Uhr

-          26.6. .  10.00-16.00 Uhr

 

Ob Instagram, VR oder Artificial Intelligence –  digitale Medien scheinen seit einigen Jahren auch das Feld der Kunst zu erobern. Mit Begriffen wie "Post-Internet", "Post-Digital" oder „Digitalität“ versuchen Medien- und Kulturwissenschaften strukturelle Veränderungen im Zusammenhang mit diesen Technologien auf sozialer und kultureller Ebene zu beschreiben (Cramer 2015, Stalder 2016).
Doch ist die künstlerische Beschäftigung mit dem „Digitalen“ wirklich neu? Bereits seit Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelt sich mit der „Medienkunst“ ein sehr heterogenes Feld künstlerischer Praxen, welches die sogenannten „Neuen Medien“ in den Mittelpunkt des künstlerischen und ästhetischen Interesses rückt: von Fotografie, Film und Expanded Cinema über TV-, Video – und Computerkunst
, Soundinstallationen und interaktive Werke bis zu Netzkunst, Hacktivism oder "Art Post Internet".

Das Seminar vermittelt einen Überblick über die Geschichte, Entwicklung und spezifische Ästhetik der „Medienkunst“ von ihren Anfängen bis in die jüngste Gegenwart. Anhand ausgewählter Beispiele werden wichtige Positionen und Praxen analysiert, Begriffe und Theorie-Diskurse beleuchtet und Vermittlungsansätze vorgestellt. Didaktische Kompetenzen der Teilnehmer*Innen werden durch Präsentation eines gewählten Themas geschult; die Einbindung eigener künstlerischer Arbeiten ist erwünscht. Geplant ist der Besuch einer aktuellen Ausstellung zum Thema (n.V. in der ersten Sitzung).


Zeichnung als Medium (B.09.11)
Nina Annabelle Märkl (Lehrbeauftragte)

-          Donnerstag, 30.4. 14:15 – 17:15

-          Freitag, 15.5. 14:15 – 17:15

-          Freitag, 29.5. 14:15 – 17:15

-          Freitag, 12.6. 14:15 – 17:15

-          Freitag, 26.6. 14:15 – 17:15

-          Freitag, 10.7. 10:00 – 16:00 (Probeprüfung)

Das Seminar Zeichnung als Medium richtet sich vor allem an Studierende der Kunstpädagogik und Studierende, die sich grundsätzlich mit dem Medium Zeichnung beschäftigen wollen. Ziel des Seminars ist es, Grundlagen des Zeichnens sowie die eigenen zeichnerischen Grenzen und Möglichkeiten auszuloten, zu formulieren und zu erweitern. Es geht dabei sowohl um zeichnerische Grundlagen und Fähigkeiten, als auch um Fragestellungen, mit denen sich das Medium Zeichnung beschäftigt. Im kommenden Semester richtet es sich vor Allem an die Examenskandidaten. Es geht vor Allem darum im Hinblick auf die Vorbereitung fürs Examen Strategien dafür zu entwickeln, die eigene bildnerische Herangehens-und Denkweise in Zeichnung zu übersetzen. Dazu werden gezielt die für die Examensprüfung wichtigen Themen behandelt.


Basisqualifikationen Bildnerisches Gestalten (A.03.09)
Nina Annabelle Märkl (Lehrbeauftragte)

-          Donnerstag, 30.4.: 10:15–14:15

-          Freitag, 8.5.: 10:30–14:30

-          Freitag, 15.5.: 10:15–14:15

-          Freitag, 29.5: 10:15–14:15

-          Freitag, 5.6.: 10:15–14:15

-          Freitag, 12.6.: 10:15–14:15

-          Freitag, 26.6.: 10:15–14:15

-          Donnerstag, 2.7.: 10:15 –14:15

-          Freitag, 10.7.: 10:15–14:15, Exkursion

-          Freitag, 17.7.:  10:15–14:15

-          Freitag, 24.7.: 10:15–17:15, Exkursion

Im zweisemestrigen Seminar werden anhand verschiedener Übungen, die oftmals von der Zeichnung ausgehend verschiedene Erfahrungen in Fläche und Raum ermöglichen, grundlegende bildnerische Fragestellungen entwickelt und behandelt. Das Seminar richtet sich an Studierende, die am Beginn ihres Studiums stehen.

Das Seminar versteht sich als Ort, an dem verschiedene Instrumente bildnerischen Gestaltens und Betrachtens erprobt werden. Ausgehend von zeichnerischen Werkzeugen und ihren Ausdrucksmöglichkeiten, erarbeiten die Studierenden bildnerische Konzepte, die sie in der Gruppe vorstellen und Möglichkeiten erkunden, diese in unterschiedlichen Medien weiter zu entwickeln. Wir werden sowohl an der Akademie als auch in Museen und an verschiedenen anderen Orten in der Stadt arbeiten, meist einzeln, manchmal auch interaktiv, zwischen Fläche, Raum und unterschiedlichen Funktionen der Zeichnung und Betrachtung hin und her springend.

Ebenso kann individuell die Arbeit in den Studienwerkstätten Teil des Seminars sein. Ziel dabei ist es, die Bandbreite der eigenen Blickwinkel, Techniken und Fragestellungen als Teil des bildnerischen Prozesses zu erweitern und Neugier für die Vielfalt der sich daraus eröffnenden Herangehensweisen zu entwickeln.  


Bilder anschauen - den eigenen Augen trauen: (B.04.09)
Dr. Gabriele Sprigath (Lehrbeauftragte)
Zeit: Mittwoch 14-16 Uhr

Wie entstehen Urteile über Kunst und was bedeuten sie? Wir loten sie aus, angefangen beim subjektiven Geschmacksurteil über das Verhältnis von „Expert*innen- und Lai*innenurteilen“ bis zur historisch begründeten ästhetischen Norm als verbindlichem Kanon. Wir fragen nach den in Urteilen vermittelten Wertvorstellungen und ihrer gesellschaftlichen Bedingtheit. Brauchen wir einen Kanon in Sachen Kunst? An dessen Stelle könnte der „educational value of art“ (Ernst Cassirer 1944) treten. Er ist begründet in Cassirers Konzeption vom emanzipatorischen, auf Selbstbestimmung ausgelegten Charakter der Kunst und ihrer Geschichte. Was kann das für die Erwachsenen-Kunstvermittlung bedeuten?

Wie wir unsere Arbeit als Wechsel von „Bildergesprächen“ im Museum und der kritischen Lektüre von Texten in der Akademie organisieren, besprechen wir gemeinsam in der ersten einleitenden Sitzung. Das Seminar findet am Mittwochnachmittag statt.


Performance und Spiel (B.07.09)
Stefan Schessl
Zeit: Samstags: 9., 16.5. und 6.6. jeweils von 11-16 Uhr, danach Dienstags: 16., 23., und 30.6. jeweils von 14-19 Uhr

Ziel des Seminars ist, Möglichkeiten zu entwickeln, den gestalterischen Rahmen des Kunstunterrichts mittels eines offenen, aber präzisen Performancebegriffs zu erweitern. Gerade in der Performance liegt die Chance, vorgegebenen Rollen und der Allgegenwart und Dominanz der sozialen Medien Formen individuellen Handelns entgegenzusetzen. Persönliche und physische Präsenz, wie sie die Performance zwingend verlangt und bildet, wird damit gefördert. Historische Exkurse vermitteln einen Überblick über die Entwicklung der Performance bis heute. Wissen, Analyse und grundlegende Übungen bilden die Basis für die Entwicklung eigener Experimente und Konzepte zur Anwendung und Umsetzung von Performance im Kunstunterricht. Spielfeld werden Innen- und Außenraum, sowie deren Verschränkung mit Medien sein.